2014.07.05 7. Hohnsteiner Ausfahrt für historische Motorräder und Gespanne

Bereits zum 7. mal fand die Ausfahrt historischer Motorräder und Gespanne statt. Startpunkt und tolle Kulisse war die Burgstadt Hohnstein. 129 Fahrzeuge waren angemeldet. Besonders sehenswert ist das Oldtimer-Motorradtreffen, welches aller 2 Jahre stattfindet, allemal. Die Fahrzeuge müssen vor 1939 gebaut sein, damit sind seltene Modelle vorprogrammiert. Das älteste Gefährt, das an Start ging, ist ein Wanderer-Motorrad von 1919. Auch ein Luxus-Motorrad der Marke Brough Superior von 1934 (Lawrence von Arabien verunglückte mit so einem Motorrad tödlich) war dabei. Der älteste Teilnehmer war übrigens 81 (ja richtig 81) Jahre alt! Die Ausfahrt betrug 100 km und ging über Hohnstein, Lohmen, Pirna, Weesenstein, Reinhardtsgrimma, Cotta, Königstein, Bad Schandau und wiederum Hohnstein. Dabei ging es sogar ein Stück auf der alten Rennstrecke dem "Deutschlandring" entlang. Von 1929 bis 1933 wurden hier Rennen ausgetragen. Danach wurde die Strecke zum "Großdeutschlandring" ausgebaut. Die Bahn hatte eine Breite von zwölf Metern, war zehn Kilometer lang und schloss auch die Wartenbergstraße mit ein. Die Breite der Kurven betrug bis über 20 Meter. Am 26. April 1939 wurde der Deutschlandring feierlich eingeweiht. Der Planung entsprechend sollten bis zu eine Million Zuschauer Platz finden. 1940 sollte der Große Preis vom Großdeutschland ausgetragen werden. Wegen des II. Weltkrieges kam es aber nicht zum Rennen und danach fanden keine legalen Rennen mehr statt. Auf Grund illegaler Rennen wurde die Strecke ab 1990 zurückgebaut.

Ein Viertel der Fahrzeuge stammt aus Sachsen - DKW, Diamant, OD, Schüttoff, OPEL, Wanderer -, aber auch Marken wie BMW, NSU, Zündapp ,Windhoff, Harley-Davidson, Henderson Excelsior, Ner-A-Car oder Indian machten sich auf den Rundkurs durch den Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge. Ein weiteres Oldtimertreffen findet alljährlich am ersten Augustwochenende (Sonnabend) auf dem Markt der Burgstadt Stolpen statt.