terra mineralia - Die Ausstellung der TU Bergakademie Freiberg



Mit 3.500 Minerale, Edelsteine und Meteoriten ist die terra mineralia die größte Mineralienschau in Deutschland. Die mineralogische Weltreise erreicht jeden Kontinent unserer Erde und fasziniert den Besucher.
Mit Amerika "Reise ins Licht", Asien und Australien "Gullivers Reisen", Afrika "Zeitreise" und Eurasien "Reise zum Ursprung" geht man auf Endeckerjagt.

Die Farbenpracht der ausgestellten Stücke begeistert schnell den Besucher. Die geplante Besuchszeit sollte großzügig gewählt werden! Ob schwefelgelb, rubinrot, malachitgrün, saphirblau, smaragdgrün, silberschwarz bzw. azurblau alles an leuchtenden Farben ist vertreten. Wohl eine der ersten Systematisierungen erfolgte auf Grundlage der Farbe. Braunit, Braunbleierz, Rotgültigerz, Rotbleierz, Rotkupfererz,
Roteisenstein, Rotzinkerz, Gelbbleierz, Grünbleierz, Kupferindig, Weißbleierz, Weißnickelkies u.a. zählen heute noch zu den verbindlichen

Mineralbezeichnungen. Dabei werden die Minerale unterschieden nach ideochromatisch (Eigenfarbigkeit), allochtomatisch (Fremdfarbigkeit) bzw. pseudochromatisch (Scheinfarben). Ein besondere Darstellung der Leuchterscheinung bei UV-Licht (Fluoreszens) und das Nachleuchten (Phoshoreszenz) wird am Ende der Amerika-Kollektion dargestellt. Der abgedunkelte Raum "Reise ins Licht" sollte auf jeden Fall auf dem Programm stehen.

Natürlich wurde die Mineraliensammlung nicht an einen Tag aufgebaut. Seit über sechs Jahrzehnten wird die Sammlung nun schon erweitert. Hier ist auch Erika Pohl-Ströher (Kosmetikfirma Wella) zu nennen. Ihre aus etwa 80.000 Exemplaren bestehende wertvolle Mineraliensammlung, brachte sie 2004 in die Pohl-Ströher Mineralienstiftung ein, um so ihren Bestand, eine wissenschaftliche Betreuung und ein öffentlichen
Zugang zu gewährleisten. Als Dauerleihgabe wurde sie der TU Bergakademie Freiberg zur Verfügung gestellt. Nach der Sanierung von Schloss Freudenstein werden seit dem 20. Oktober 2008 die schönsten Exponate in der Ausstellung präsentiert.

Der Höhepunkt der terra mineralia ist für mich die Schatzkammer. Die größten und prächtigsten Mineralstufen stehen hier und sind die Krönung der Ausstellung. Auf 4 Räume verteilt werden die Schätze ausgestellt, im Raum 1 u.a. ein Elbait aus Afghanistan und aus Brasilien ein auf Amethyst gewachsener Calcit. Im Raum 2 Edelsteinminerale aus Asien, Australien und Südamerika. Raum 3, die ehemalige Schlossküche (rußgeschwärztes Renaissancegewölbe), zeigt 15 der schönsten und größten Stufen u.a. Apopyllit, Stilbit, Quarz, Calcit, Aquamarin und Kupfer. Ein sehr beliebtes Fotomotiv ist die Malachit-Vitrine. (Die Frage warum, werden Sie nach Ihrem Besuch beantworten können!) Im Raum 4 werden "vom Himmel gefallene" Eisen-, Stein-, und Steineisenmeteoriten gezeigt.

Wer die terra mineralia besuchen möchte, hier noch ein paar Informationen:

TU Bergakademie Freiberg
terra mineralia
Schloss Freudenstein
Schloßplatz 4
09599 Freiberg

Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00-17.00 Uhr
Sa - So 9.00-18.00 Uhr
Schließtage zu beachten, nähere Informationen auf der Webseite.

Dauer des Rundganges ist mit 2-3 Stunden zu veranschlagen.


Preise
Tageskarte 8,00 EUR
ermäßigt 4,00 EUR (Schüler, Studenten, Azubis, Schwerbehinderte und Hartz4-Empfänger nach Vorlage)
Eintritt frei für Vorschulkinder, Inhaber Familienpass des Freistaates Sachsen u.a.
Fotogebühr 3,00 EUR

www.terra-mineralia.de